Große Microstock-Portfolios

Große Portfolios im Microstock?
Das ist ein sehr relativer Begriff. Für die meisten Hobbyfotografen sind sicherlich einige hundert oder vieleicht auch einige tausend hochgeladene Dateien groß.
Der Aufwand fürs Fotografieren oder Filmen, Nachbearbeitung, Uploaden, Verschlagworten ist enorm und kostet viel Zeit.
Selbst ein einzelner professioneller Bildproduzent, schafft mit einem optimierten Workflow nur 200-300 Bilder monatlich. Vielleicht in Ausnahmefällen noch etwas mehr.
Sollen die Bilder auf weitere Agenturen verteilt werden, dann helfen Tools wie picNiche, weiter.
So weit so gut, doch mittlerweile gibt es Portfolios mit einer Größe, jenseits von 30.000 Dateien.
Wie kommt diese extreme Anzahl zustande?
Klar ist, eine einzelne Person kann das nicht leisten. Die fabrikmäßige Bild-Produktion wird nur mit einem qualifizierten Team funktionieren. Designer und Fotografen arbeiten Hand in Hand, um die großen Bildmengen zu produzieren. Bildbearbeitung und Verschlagwortung übernehmen wahrscheinlich gering bezahlte Beschäftigte.
Es ist deshalb kein Wunder, dass viele Mega-Portfolios aus Niedriglohn-Ländern kommen.
Wie groß sind Mega-Portfolios?
Auf die Produktion von Videos spezialisiert hat sich die slowenische Firma Simonkr. Simonkr zeigt auf seiner Website Videos in ausgezeichneter Qualität.
Die Footage-Clips werden bei Istock, exklusiv angeboten. Das Portfolio besteht aus über 22.000 Dateien. Die Downloadrate beträgt 100.000 !
Sagenhaft, finde ich!


Mit vorwiegend Microstock-Fotos verdient der Microstock-Pionier Yuri Arcurs sein Geld. Sein Portfolio bei Fotolia * ist fast 60.000 Dateien stark und das obwohl er nur noch sporadisch hochläd. Grund ist, dass er mittlerweile über eine eigene Agentur verfügt.
Etwas kleiner, mit ca 40.000 Einheiten und einer Produktivität, von über 10.000 Bildern im Jahr ist .shock aus Bosnien & Herzegowina, nur ein Beispiel von einigen aufstrebenden Fotofabrikanten aus Osteuropa.
Spitzenreiter unter den Portfolios ist aber Africa Studio mit unglaublichen 100.000 Fotos bei Fotolia * und das, obwohl diese ukrainische Firma erst ca 2 Jahre besteht. Die Produktion kann man nur gigantisch nennen, innerhalb eines Jahres hat Africa Studio, über 74.000 Fotos hochgeladen, das entspricht einer wöchentlichen Uploadrate von fast 1500 Bildern!
Das auch das noch zu toppen ist beweist Africa Studio bei Shutterstock. Hier sind schon wahnwitzige 110.000 Bilder online.
Was tun, als Kleinanbieter?
Wenn man diese Zahlen sieht, mag man als Einzelanbieter resignieren. Doch bei Analyse der Mega-Portfolios, ist leicht zu erkennen, dass die Portfolios aus den zur Zeit verkäuflichsten Bilderkategorien bestehen.
Eben aus, Menschen- und Foodbildern.
Deshalb sollte, meiner Meinung nach, vor allem der Hobbyfotograf, künftig auf andere Themen setzen.

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