Gute und kostenlose Programme zur Videobearbeitung

Kostenlose Videoschnittprogramme gibt es einige. Bei Windows-Usern ist beispielsweise, der „Movie Maker“, bereits im Betriebssystem enthalten.
Möchte man seine Videos jedoch effektiver aufbereiten, dann ist ein einfaches Schnittprogramm nicht mehr ausreichend. Dann sollte die Software über weitere Funktionen verfügen.
Mit Adobe Premiere CS oder Sony Vegas Pro gibt es ausgezeichnete Profi-Programme, die allerdings recht teuer sind.
In der Regel reichen abgespecktere Varianten wie, Sony Movie Studio oder MAGIX Video deluxe. Zudem sind sie deutlich unter 100 € zu bekommen.
Die Suche nach gleichwertiger, kostenloser Videobearbeitungs-Software ist nicht ganz einfach zu bewerkstelligen.
Unter dem Betriebssystem Windows habe ich zumindest kein Programm gefunden, dass diesen Ansprüchen genügt.


Einige gute und leistungsfähige Programme, für den semiprofessionellen Gebrauch, sind aber für Linux verfügbar.
Grundlage zum Testen der Programme ist die Installation des Betriebssystems Linux (ich empfehle hier übrigens Ubuntu). Am einfachsten funktioniert es mit der Einbindung einer Virtuellen Maschine unter Windows. Meine Empfehlung Oracle VM Virtual Box
Die VM mit einem installierten Linux-System, läßt sich dann problemlos aus Windows starten.
Damit ist es dann ohne weiteres möglich Linux- Anwendungen auszubrobieren und ganz nebenbei bekommt man einen Einblick in ein alternatives Betriebssystem.
Natürlich läßt sich Linux (Ubuntu) auch vollständig installieren. Möchte man nicht auf Windows verzichten, dann ist eine paralelle Installation möglich. Beim Starten des PCs, kann dann über einen Bootmanager Windows oder Linux ausgewählt werden. Bei diesem Verfahren ist die Performance erheblich höher als bei einer VM, weil der Arbeitsspeicher nicht aufgeteilt wird.
Tipp: Linux erst unter einer VM testen , bei Gefallen komplett installieren.
Lohnt es sich diesen Aufwand zu betreiben? Ich meine ja, denn der Lohn, ist die Nutzung von ausgezeichneten Videobearbeitungs-Programmen.
Vorstellen möchte ich drei Videoeditoren, Openshot, Kdenlive und Cinelerra.
Alle drei sind Open-Source Programme, d.h. frei und kostenlos nutzbar. Durch eine große Usergemeinde ist die Weiterentwicklung, Anpassung und Verbesserung der Software gesichert.
Openshot:openshot
Sich in OpenShot einzuarbeiten ist sehr leicht, was ein enormer Vorteil ist, denn so können die umfassenden Features der Software schnell genutzt werden.
Top ist das Arbeiten mit mehreren Spuren, die Unterstützung von etlichen Video- und Audioformaten, sowie eine Große Auswahl an Effekten und Überblendungen.
Openshot-Handbuch und Download und Infos.

Kdenlive:openshot
Gut organisierter Videoeditor, der etwas mehr Einarbeitungszeit benötigt. Von den Funktionen etwas umfangreicher als OpenShot. Vor allem digitale Effekte gibt es in einer großen Auswahl. Es ist auch möglich in einem Clip unterschiedliche Effekte anzuwenden.
Jeder Effekt kann dabei seperat eingestellt werden.
Weitere Features sind: Getrennte Audio- und Videospuren. Direktes Verwenden von Inhalten aus Online-Datenbanken (Clips, Audio) durch Ziehen in die Timeline.
Kdenlive-Handbuch (leider nicht mehr ganz aktuell und nur in Englisch) und Download.

Cinelerra:
Bei OpenShot und Kdenlive habe ich von Benutzerfreundlichkeit gesprochen. Das kann man bei Cinelerra vergessen. Die Bedienung ist leider nicht intuitiv, es erfordert viel Aufwand und Zeit um sich in Cierella einzuarbeiten.
Dafür punktet das Programm mit professionellen Möglichkeiten, die an Adobe Premiere Pro oder Aples Final Cut heranreichen.
Cinelerra-Handbuch, Download

Fazit: Semiprofessionelle Videoeditoren müßen nicht unbedingt teuer gekauft werden. Unter Linux findet man eine Auswahl an ausgereiften Videobearbeitungsprogrammen, die zudem noch kostenlos sind. Besonders für den angehenden Footage-Produzenten eine interessante Wahlmöglichkeit.

 

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