Videos oder Fotos verkaufen? Ein Vergleich!

Seit einigen Jahre vermarkten diverse Stockagenturen auch Footage (=Videoschnipsel). Oft haben die bekannten Stockfotoagenturen, wie Shutterstock*, Fotolia*, oder Dreamstime*, ihr Angebot erweitert.
Es gibt auch reine Stockvideoagenturen. Eine Liste der Anbieter hier.
Dadurch ergeben sich neue Chancen für Anbieter, die bereits Fotos, aber zukünftig auch Videos anbieten wollen.
Neueinsteiger möchten sich möglicherweise spezialisieren.
Die Videoproduktion unterscheidet sich jedoch in vielen Bereichen von der Fotoerstellung. Mein Vergleich hilft vielleicht etwas weiter.

Ausrüstung für den Einstieg
Foto: SLR-Kamera, Wechselobjektive
Video: Guter Camcorder, SLR-Kamera mit Wechselobjektiven, stabiles Videostativ ist sehr wichtig.

Software
Foto: Bildbearbeitungsprogramm z.B. Adobe Photoshop kaufen oder kostenlose OpenSource-Software nutzen.
Video: Schnittprogramm oder Videobearbeitungssoftware z.B.MAGIX Video deluxea> kaufen oder kostenlose OpenSource-Software.


Produktionsaufwand
Foto: gering bis mittel; Bildserien können schnell erstellt werden
Video: hoch; Freihandaufnahmen in d. R. nicht stocktauglich, deshalb aufwendiges Hantieren mit Stativ, längere Produktionszeiten pro Video.

Nachbearbeitung
Foto: nach Einarbeitung, gering
Video: hoher Aufwand für Schnitt, ggfs Formatänderung, sowie Anpassung der Frame-Rate, immer nach Vorgabe der jeweiligen Stock-Agentur.

Upload zur Agentur
Foto: geringe bis mittlere Uploadzeit
Video: lange Uploadzeit, wegen des großen Datenvolumens.

Annahmechancen bei den Stock-Agenturen
Foto: Beim Neueinsteiger sehr gering bis mittel, je nach Agentur und Qualität
Video: mittel bis hoch, auch der Anfänger kann noch auf relativ hohe Annnahmequoten kommen, wenn die Qualität stimmt.
Einige Stockagenturen wählen aber zunehmend aus, um ein Überangebot bei bestimmten Motiven zu vermeiden.

Verkaufsmöglichkeiten
Foto: Hohe Stückzahlen zu kleinen Preisen. Selbst Neuanfänger werden ziemlich schnell ihr erstes Foto verkaufen.
Der Fotografenanteil am Verkaufserlös ist aber meist sehr gering. Bei Aboverkäufen nur ca 0,20 bis 0,30 € je Bild.
Video: Kleine Stückzahlen, die Verwendungsmöglichkeiten und damit der Bedarf ist beim Video geringer als beim Foto. Allerdings höhere Verkaufspreise und besserer Videografenanteil. Ein Video in Full-HD-Auflösung bringt ab 15 € aufwärts. Bei Abomodellen sind für den Produzenten oft nur 1,50 €/Video drin.

Ausblick
Foto: Der Stockfoto-Markt hat meiner Meinung nach seine Sättigung schon erreicht.
Für den Beginner ist es schwer, ein ausreichend großes Portofolio aufzubauen. Evtl kann mit der Fotografie von Nischenthemen, oder mit dem fotografischen Aufarbeiten der aktuellen Themen, verdient werden. Auch eine persönliche Bildsprache, kann hilfreich sein.
Meine Erfahrung ist, das der Aufwand zunächst in keinem Verhältnis zum Verdienst steht.
Video: Vorteil ist, das Footage, von den Stock-Agenturen, noch nicht so lange wie Fotos verkauft werden.
Aus diesem Grunde ist der Bedarf an Videoschnipsel, noch relativ groß.
Der Videoproduzent hat deshalb die Möglichkeit, sein Portofolio schnell aufzubauen.
Trotz des größeren Portofolios sind die Verkaufschancen wesentlich geringer, als beim Stockfoto.
Der höhere Verkaufspreis kann das jedoch kompensieren.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Verkauf von Videos, im Vergleich zum Fotoverkauf?

 

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