Was wird benötigt, um bei Microstockagenturen verkaufen zu können?

Zunächst steht natürlich die Entscheidung an, ob man es bei den Microstockagenturen überhaupt versuchen soll, den verkäufliche Bilder sind nicht unbedingt die üblichen Schnappschuss- und Urlaubsbilder. Einen guten Überblick bekommt man, indem in den gängigen Microstockagenturen nach häufig verkauften Bildern gesucht wird. Hierzu innerhalb der Agentursuche gezielt nach häufigen Downloads, beliebten Bildern oder Bestsellern schauen.
Eine weitere Überlegung ist was denn verkauft werden soll? Die meisten Microstockagenturen sind mittlerweile keine reinen Fotoagenturen mehr, sondern es finden sich im Bestand auch Illustrationen, Vektoren und Videos.
Damit sind wir auch schon beim Thema, denn zum anfertigen von Illustrationen und Vektoren wird keine Kamera benötigt. Allerdings sind entsprechende Programme erforderlich.

Vektoren/Grafiken
Für die Erstellung von Vektoren ist Adobe-Illustrator das (teure) Top-Programm. Trotzdem empfehle ich zunächst mit dem kostenlosen Inkscapezu beginnen. Es hat vielleicht nicht so umfangreiche Funktionen wie Illustrator, aber es ist völlig ausreichend um sehr gute Vektorgrafiken zu erstellen. Inkscape läuft übrigens auf den gängigen Betriebssystemen Windows, Mac Os und Linux.
Hier gibts die aktuelle Version.

Fotos
Hier brauchts natürlich eine Kamera. Welche Qualität diese haben muss, darüber gab es vor nicht allzu langer Zeit keine Diskussionen. Mindestanforderung war eine Spiegelreflexkamera, mit möglichst großem Sensor und einer Batterie von lichtstarken Wechselobjektiven. Die kleine Kompaktknipse galten als verpönt.

smart

Mittlerweile gibt es in vielen Agenturen eigene Handykollektionen. Fotos mit dem Smartphone werden gerne genommen und gelten als besonders spontan und wertvoll. Beispiele: Fotolia Instant Collectionoder Scoopshot.
Neben den Handyfotos verlangt der Microstockmarkt aber weiter nach hochwertigen und hochauflösenden Qualitätsbildern.
Geeignete Kameras sind hier natürlich nach wie vor die Spiegelreflexkameras, aber spiegellose Systemkameras sind nahezu gleichwertig, was die Bildqualität anbelangt. Zudem verfügen sie über eine kompaktere Bauweise und einem elektronischem Sucher.
Das Profiprogramm für die Bildbearbeitung ist eindeutig Adobe Photoshop. Leider auch teuer und in der neuesten Version nur noch als monatliche Cloud-Lösung mietbar.
Gute Alternativen sind das günstigere Adobe Photoshop Elements.
Genau wie Inkscape ist auch Gimp ein Open Source Programm. Das bedeutet unbegrenzte auch kommerzielle Nutzung, sowie beständige Weiterentwicklung durch die eine rege Community.
Das garantiert einen hohe Qualität und einen guten Standard.
Ich arbeite selbst schon seit Jahren mit Gimp, Photoshop habe ich bislang nicht vermisst.

Videos
Die lassen sich heute mit fast jeder Handykameras erstellen. Um aber bei den Stockagenturen bestehen zu können empfehle ich allerdings System- oder Spiegelreflexkameras. Gegen das Verwackeln hilft ein Stativ, oder zumindest eine feste Unterlage.
Alternativ kann auch ein Schwebestativ (Steadycam) genommen werden. Bei richtiger Anwendung gelingen damit tolle Schwenks.
Für die Kameras sollten einige Wechselobjektive verfügbar sein. Je nach Kameratyp besteht oft die Möglichkeit ältere Objektive zu nutzen. Auch wenn diese Objektive dann meist nur noch manuell (kein Autofokus!) funktionieren, sollte man das probieren.
Für wenig Geld lassen sich die Altobjektive günstig erwerben und die manuelle Fokussierung ist beim Filmen immer noch üblich.
Bei Spiegelreflexkameras kann eine Displaylupe unerwünschte Reflexionen auf dem Kameramonitor verhindern. Ein gute Voraussetzung für das korrekte Einstellen der Schärfe. Eine weitere große Hilfe und günstig zu erwerben, ist ein anpassbarer Schärfeziehhebel.
Für die Videobearbeitung gibt es einige interessante Kaufprogramme, wie MAGIX Video deluxe oder Adobe Premiere Pro.
Ich bevorzuge aber auch hier kostenlose Open Source-Software, wie OpenShot u.a. Leider laufen diese Programme nur unter Linux.
Wie man sie trotzdem unter Windows testen kann, das findet ihr hier.

Zeit und Kreativität

fenster, bearbeiten3Was nutzt die beste Ausrüstung, wenn die Zeit knapp und zu wenig Ideen vorhanden sind.
Die Arbeit für Stockagenturen erfordert einen hohen Zeitaufwand! Besonders das Nachbearbeiten und Verschlagworten der produzierten Dateien, ist nicht zu unterschätzen.
Aber gut umgesetzte Bildideen bringen Verkäufe, vor allem dann wenn sie am Markt gefragt sind.
Deshalb können umfangreiche Recherchen nach den aktuellen Trends erfolgversprechend sein. Hierzu eignet sich die Suche bei den Stockagenturen oder auch der regelmäßige Blick in die Bestsellerlisten.
Aber auch mit Google Trends lässt sich herausfinden, was gerade gefragt ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *